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Was das Auslesen des Fehlerspeichers kostet

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Das Auslesen des Fehlerspeichers kostet in der Werkstatt laut Bosch Car Service 20 bis 60 Euro und dauert 15 bis 30 Minuten, eine gründliche Suche mit Probefahrt 1 bis 2 Stunden. Jedes Auto mit Benzinmotor ab Baujahr 2001 und mit Dieselmotor ab 2004 hat die genormte Anschlussbuchse. Ein Fehlercode nennt das betroffene System, nicht automatisch die Ursache.

Fehlerspeicher auslesen in der Werkstatt
20 bis 60 Euro
Bosch Car Service, Fehlerspeicher auslesen, Stand 20. September 2026
Ab wann Diesel-Autos die Buchse haben
ab 1. Januar 2004
Richtlinie 98/69/EG, Anhang I Nummer 8.2, Stand 13. Oktober 1998
Dauer des Auslesens laut ADAC
ungefähr 30 Minuten
ADAC, Motorkontrollleuchte: Was tun, wenn sie blinkt?, Stand 23. Februar 2026
Mechaniker schließt ein Diagnosegerät an die OBD-Schnittstelle unter dem Armaturenbrett an
Auslesen des Fehlerspeichers über die Diagnoseschnittstelle unter dem Armaturenbrett. Bild: KI generiert.

So viel kostet das Auslesen des Fehlerspeichers

Der Fehlerspeicher ist der Teil der Motorsteuerung, in dem Ihr Auto erkannte Abweichungen als Code ablegt. Die Werkstatt liest ihn über eine genormte Anschlussbuchse im Fußraum des Fahrers aus, die auf der Rechnung oft als OBD-Anschluss steht. OBD steht für On-Board-Diagnose, also die eingebaute Selbstprüfung des Autos. Das reine Auslesen ist schnell erledigt, deshalb ist es günstig. Teurer wird die eigentliche Diagnose, also die Suche nach der Ursache hinter dem Code.

Rechnen Sie für das reine Auslesen mit 20 bis 60 Euro, manche Betriebe verlangen einen Festpreis ab 25 Euro. Braucht die Werkstatt zusätzlich eine Probefahrt mit Messwerten der Sensoren im Betrieb, kostet das nach Stundensatz und dauert 1 bis 2 Stunden. In einer Werkstatt vom Hersteller liegt der Preis nach Leserberichten teils über 100 Euro. Dort steht die Software für alle Steuergeräte des Autos bereit, nicht nur für den Motor. Läuft an Ihrem Auto noch die Garantie vom Hersteller, fragen Sie vor dem Auslesen, ob das die Bedingungen berührt. Die folgende Tabelle zeigt die Preise je Leistungsstufe im Überblick.

Kosten und Dauer je Leistungsstufe. Quellen: Bosch Car Service (Richtwerte für Deutschland), bussgeldkatalog.org mit Stand 25. Juli 2026, ADAC vom 23. Februar 2026.
LeistungKostenDauerWas Sie bekommen
Fehlerspeicher auslesen20 bis 60 Euro, Festpreise ab 25 Euro15 bis 30 MinutenListe der gespeicherten Codes mit Klartext, meist als Ausdruck
Auslesen mit Probefahrt und Live-Datennach Stundensatz der Werkstatt1 bis 2 StundenMesswerte der Sensoren im Betrieb, Eingrenzung der Ursache
Auslesen bei der Werkstatt vom Herstellerlaut Leserberichten bei bussgeldkatalog.org bis über 100 Eurowie obenZugriff auf alle Steuergeräte mit Herstellersoftware
Eigenes OBD-Diagnosegerätab 30 Euro, Bluetooth-Stecker mit App ab etwa 5 EuroMinutenCodes ohne Erklärung vom Hersteller, keine Diagnose

Viele Betriebe rechnen das Auslesen auf die Reparatur an, wenn Sie den Auftrag gleich erteilen. Fragen Sie vorher danach, und fragen Sie auch nach dem Preis für die tiefere Diagnose, falls der Code keine klare Ursache zeigt.

Was die Motorkontrollleuchte Ihnen sagen will

Die Motorkontrollleuchte im Cockpit zeigt an, wenn das OBD-System einen Fehler erkannt hat. Sie leuchtet beim Starten kurz auf und erlischt wieder, das ist nur die Kontrolle, dass sie funktioniert. Bleibt sie gelb an, hat die Steuerung laut ADAC ein Problem bei der Abgasreinigung gefunden, und Sie sollten bald eine Werkstatt aufsuchen. Blinkt sie schnell, liegt ein ernster Defekt vor, meist Zündaussetzer, bei denen einzelne Zylinder nicht richtig zünden und den teuren Katalysator zerstören können. Dann fahren Sie laut ADAC nur vorsichtig und so kurz wie möglich weiter.

  • Gelb, kurz beim Start: normale Funktionskontrolle, kein Fehler.
  • Gelb, dauerhaft: ein Fehler in der Abgasreinigung ist gespeichert, zeitnah auslesen lassen, vorsichtige Weiterfahrt möglich.
  • Gelb, schnell blinkend: ein ernster Defekt, so schnell wie möglich in die Werkstatt, ein Abschleppdienst ist laut ADAC in der Regel nicht nötig.
  • Typische Ursachen laut ADAC: eine defekte Lambdasonde, die den Sauerstoffgehalt im Abgas misst, ein verschmutzter Luftmassenmesser, oder eine undichte Stelle im Ansaug- oder Abgassystem.
  • Nicht verwechseln: Rote Warnleuchten für Öldruck, Kühlmitteltemperatur oder Bremse bedeuten sofort anhalten und den Motor abstellen.

Der Fehlercode bleibt auch dann gespeichert, wenn die Leuchte nach einiger Zeit von selbst wieder erlischt. Das passiert bei Fehlern, die nur ab und zu auftreten und die die Steuerung bei der nächsten Fahrt nicht mehr erkennt. Der Eintrag bleibt im Speicher, zusammen mit der Zahl der Fahrten seit dem letzten Auftreten, und ist beim Auslesen sichtbar. So lässt sich nachvollziehen, wie lange schon mit dem Fehler gefahren wurde.

Seit wann jedes Auto die Anschlussbuchse hat

Die eingebaute Selbstprüfung ist europaweit vorgeschrieben. Jedes Auto mit Benzinmotor braucht sie seit dem 1. Januar 2001 für Neuzulassungen, neue Baureihen schon seit dem 1. Januar 2000. Bei Dieselautos gilt die Pflicht seit dem 1. Januar 2004 für alle Typen, für neue Baureihen seit dem 1. Januar 2003.

Die EU-Regel verlangt außerdem einen freien, genormten Zugang zu diesem System und verpflichtet die Autohersteller, alle für Diagnose, Wartung und Reparatur nötigen Informationen bereitzustellen. Der Grund dahinter: Ihr Auto soll überall in der EU geprüft und repariert werden können, und der Wettbewerb zwischen der Werkstatt vom Hersteller und einer freien Werkstatt soll fair bleiben. Deshalb kann jede freie Werkstatt mit einem genormten Diagnosegerät genau die Codes lesen, die die Regel vorschreibt.

Warum ein Fehlercode die Ursache nicht verrät

Ein Fehlercode benennt das System, in dem die Steuerung eine Abweichung gemessen hat, nicht das kaputte Teil selbst. Meldet der Code ein zu mageres Kraftstoff-Luft-Gemisch, kann die Ursache eine defekte Lambdasonde sein, genauso gut aber ein Riss im Ansaugschlauch, ein verschmutzter Luftmassenmesser oder eine undichte Einspritzdüse. Deshalb unterscheidet Bosch Car Service zwei Stufen. Beim einfachen Auslesen bekommen Sie nur den Ausdruck der Codes, bei der tieferen Diagnose prüft die Werkstatt mehrere Steuergeräte und sieht die Messwerte der Sensoren im laufenden Betrieb an.

Den Code ohne Reparatur zu löschen ändert nichts am Fehler selbst. bussgeldkatalog.org warnt ausdrücklich davor, als Laie eigenmächtig Daten zu löschen, weil das die Verkehrssicherheit gefährden kann. Nach einer Reparatur löscht die Werkstatt den Speicher, damit sich prüfen lässt, ob der Code wiederkommt. Bei einem Fehler, der nur ab und zu auftritt, kann das Löschen mit anschließender Beobachtung ein sinnvoller Zwischenschritt sein, wenn die Werkstatt Ihnen das so erklärt.

Motorkontrollleuchte an: Was jetzt zu tun ist

Blinkt die Leuchte, oder läuft der Motor unrund, ruckelt er, oder verliert er Leistung?

Ja

Fahren Sie so schnell wie möglich, aber vorsichtig zur nächsten Werkstatt. Zündaussetzer können den Katalysator zerstören, und der Ersatz kostet ein Vielfaches des Auslesens.

Nein

Steht in den nächsten Wochen der TÜV an?

Ja

Lassen Sie den Speicher jetzt auslesen und den Fehler beheben. Mit leuchtender Motorkontrollleuchte gibt es laut ADAC keine Plakette, und kurz vorher löschen hilft nicht.

Nein

Ist die Leuchte nach ein paar Fahrten von selbst wieder erloschen?

Ja

Lassen Sie den Speicher beim nächsten Werkstattbesuch mit auslesen. Der Code steht weiter drin und zeigt, welches System ab und zu ausfällt.

Nein

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin zum Auslesen für 20 bis 60 Euro. Ein dauerhaft gespeicherter Abgasfehler erhöht Verbrauch und Emissionen, bis er behoben ist.

Warum Löschen vor dem TÜV nichts bringt

Beim TÜV fragt der Prüfer bei Autos mit OBD ab, welche Fehler gespeichert sind und ob alle Selbsttests der Abgasreinigung durchgelaufen sind. Eine leuchtende oder blinkende Motorkontrollleuchte reicht laut ADAC, um durchzufallen. Auch ein gespeicherter Fehler bei der Abgasreinigung kann laut Kfz-Dietrich zum Nichtbestehen führen, selbst wenn die Leuchte gerade aus ist. Ein Komfortfehler wie eine gestörte Klimaanlage dagegen nicht.

Wer den Speicher kurz vor der Prüfung löscht, verschlechtert seine Lage. Mit dem Löschen setzt die Steuerung auch die Selbsttests der Abgassysteme zurück. Diese Tests melden erst nach einigen Fahrten wieder, dass alles in Ordnung ist, laut Kfz-Dietrich nach einer Fahrt über mehrere hundert Kilometer durch Stadt, Land und Autobahn. Der Prüfer sieht dann, dass die Tests noch nicht fertig sind, und wertet das wie einen Fehler. Dasselbe passiert nach einem Batteriewechsel oder wenn die Batterie länger abgeklemmt war.

So lassen Sie den Speicher in 5 Schritten auslesen

  1. Notieren Sie, wann die Leuchte angeht, ob sie blinkt und ob der Motor dabei anders läuft. Diese Beobachtung hilft der Werkstatt mehr als jeder Code allein.
  2. Fragen Sie beim Termin nach dem Festpreis für das Auslesen, ob er bei einer Reparatur angerechnet wird und was eine tiefere Diagnose je Stunde kostet.
  3. Lassen Sie sich die Codes mit Klartext erklären und ausdrucken, dazu wie viele Fahrten seit dem letzten Auftreten vergangen sind.
  4. Verlangen Sie vor der Reparatur ein schriftliches Angebot für die Ursache, nicht nur für den Austausch des Teils, das der Code nennt.
  5. Lassen Sie den Speicher nach der Reparatur löschen und vereinbaren Sie eine kurze Kontrolle nach ein paar hundert Kilometern, bevor der TÜV ansteht.

Ein eigenes Diagnosegerät ab 30 Euro oder ein Bluetooth-Stecker mit Smartphone-App zeigt Ihnen die genormten Codes selbst an. Das reicht, um zu wissen, ob ein Abgasfehler gespeichert ist und ob die Selbsttests durchgelaufen sind. Die Ursache findet auch das teuerste Gerät nicht von allein. Dafür braucht es die Messwerte im Betrieb, die Daten des Herstellers und die Erfahrung, welches Teil bei diesem Motor typischerweise ausfällt.

Häufige Fragen

Was kostet es, den Fehlerspeicher auslesen zu lassen?

Das Auslesen des Fehlerspeichers kostet in der Werkstatt laut Bosch Car Service 20 bis 60 Euro, bussgeldkatalog.org nennt Festpreise ab 25 Euro. Bei der Werkstatt vom Hersteller liegt der Preis nach Leserberichten teils über 100 Euro. Eine tiefere Diagnose mit Probefahrt und Live-Daten dauert 1 bis 2 Stunden und wird nach Stundensatz berechnet.

Darf ich mit leuchtender Motorkontrollleuchte weiterfahren?

Mit dauerhaft gelb leuchtender Motorkontrollleuchte dürfen Sie laut ADAC vorsichtig weiterfahren und sollten bald eine Werkstatt aufsuchen. Blinkt die Leuchte schnell, liegt ein ernster Defekt vor, dann fahren Sie nur so weit wie unbedingt nötig. Rote Warnleuchten für Öldruck oder Kühlmittel bedeuten sofort anhalten.

Seit wann haben Autos eine Anschlussbuchse für die Diagnose?

Benzinautos brauchen die Anschlussbuchse für Neuzulassungen seit dem 1. Januar 2001, neue Baureihen seit dem 1. Januar 2000. Dieselautos seit dem 1. Januar 2004 für alle Typen, neue Baureihen seit dem 1. Januar 2003. Die 16-polige Buchse, meist OBD-Anschluss genannt, sitzt meist im Fußraum des Fahrers.

Hilft es, den Fehlerspeicher vor dem TÜV zu löschen?

Nein, das Löschen des Fehlerspeichers vor dem TÜV hilft nicht. Es setzt die Selbsttests der Abgassysteme zurück, und der Prüfer sieht bei der Abfrage, dass diese Tests noch nicht fertig sind. Erst nach einer Fahrt über mehrere hundert Kilometer melden sie wieder, dass alles in Ordnung ist.

Kann ich den Fehlerspeicher selbst auslesen?

Ja, mit einem Diagnosegerät ab etwa 30 Euro oder einem Bluetooth-Stecker mit Smartphone-App können Sie die genormten Fehlercodes selbst auslesen. Sie sehen dann, ob ein Fehler bei der Abgasreinigung gespeichert ist. Codes aus Airbag, ABS oder Komfortsteuergeräten und die Ursache hinter einem Code liefert ein einfaches Gerät nicht.

Was bedeutet ein Fehlercode wie P0171?

Ein genormter Fehlercode beginnt mit dem Buchstaben P für den Antrieb und nennt mit vier Ziffern das betroffene System, etwa das Kraftstoff-Luft-Gemisch. Der Code sagt, was die Steuerung gemessen hat, nicht welches Teil defekt ist. Dieselbe Meldung kann von einer Lambdasonde, einem undichten Ansaugschlauch oder einem verschmutzten Luftmassenmesser kommen.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Richtlinie 98/69/EG über Maßnahmen gegen die Verunreinigung der Luft durch Emissionen von Kraftfahrzeugen (Anhang I Nummer 8: OBD-Systeme), Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, EUR-Lex,
  2. Anlage VIIIa StVZO, Durchführung der Hauptuntersuchung (Nummer 6.8.2.2: OBD-Daten und Fehlercodes), Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de,
  3. Motorkontrollleuchte: Was tun, wenn sie blinkt? (Stand 23. Februar 2026), ADAC e.V.,
  4. Werkstatt: Tipps zu Reparaturauftrag, Kostenvoranschlag und Termin (Stand 24. März 2026), ADAC e.V.,
  5. Fehlerspeicher auslesen: Fehlerdiagnose in der Werkstatt, Robert Bosch GmbH, Bosch Car Service,
  6. HU vorbereiten: Welche Fehlercodes und MIL kritisch sind (Stand 1. August 2026), Kfz-Dietrich GmbH und Co. KG, Hardegsen,
  7. Fehlerspeicher auslesen lassen: Kosten und weitere Infos (Stand 25. Juli 2026), bussgeldkatalog.org,

Einsatz von Sprachmodellen

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Fehler und Löschwünsche nehmen wir über das Kontaktformular entgegen. Wir prüfen die Meldung, korrigieren belegte Fehler und vermerken den neuen Stand auf der betroffenen Seite.

Stand dieser Angaben: 20. September 2026.